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« 2007 |
![]() reihe neue musik im domicil | GENE COLEMAN Di, 27. März 2007 | 20:00 Uhr | domicil | Hansastr. 7-11 | Dortmund
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N_JP-Ensemble
Joachim Striepens, Klarinette Burkart Zeller, Cello Martin von der Heydt, Klavier Gene Coleman, Video-Projektion Michael Hartman, Live-Elektronik Christoph Maria Wagner, Leitung |
ANDOLANGEN ist eine Musik- und Video-Komposition, die auf der Architektur des Gebäudes der Langen Foundation in Neuss (Deutschland) basiert. Dieses bemerkenswerte Bauwerk wurde von dem berühmten japanischen Architekten Tadao Ando erschaffen und ist tatsächlich eines von nur zwei Museen in Europa, die von ihm stammen. Es beheimatet die eindrucksvolle Kunstsammlung der Familie Langen, welche sowohl antike japanische Kunst wie moderne westliche Kunst einschließt, und bietet außerdem Raum für Wanderausstellungen. Das Gebäude stellt ein herausragendes Beispiel für Andos Ästhetik dar in der betont konzentrierten Art des Gebrauchs primärer Elemente - Beton, Stahl, Glas, Licht, Erde, Wasser -, um eine fesselnde Erfahrung von Raum und Zeit zu ermöglichen. ANDOLANGEN gehört zu einer Folge von Werken, die ich geschaffen habe, um Beziehungen zwischen Musik, Architektur und Video im Zusammenhang der Globalisierung zu erforschen. Im Falle von ANDOLANGEN entspringt das Werk den ursprünglichen Gestalten von Form und Raum, wie sie in Andos Bauwerk vorzufinden sind, und benutzt sie als 'Katalysator' für eine Musik- und Video-Komposition. Durch einen zugleich formalen und poetischen Prozess werden die grafischen Elemente des Bauwerks selbst zu einem Teil der Partitur und der Komposition. Auf diese Weise stelle ich die Frage: Wie klingt dieses Gebäude? Musikalisch gesprochen, benutzt das Stück ein gemischtes Ensemble aus japanischen und westlichen Instrumenten, welche die Wechselwirkung zwischen "japanischen" und "westlichen" Einflüssen widerspiegeln, die Andos Schaffen kennzeichnet. Die Verwendung von Klang als dynamisches Material ist die Grundlage dieser Erforschung und bringt ein organisches Ineinanderfließen von Geräusch und dem, was wir "Musik" nennen, hervor. Das Video verfolgt einen ähnlichen Weg und bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtkomposition, der die Elemente des Sehens und des Hörens auf eine meiner Arbeit eigene Weise ausgleicht. Wie in allen Werken dieses Zyklus' wird Fragen der kulturellen Identität nachgegangen durch die Verwendung von Ensembles, die westliche und nicht-westliche Instrumente mischen, wie auch Live-Elektronik. (GENE COLEMAN) |